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IG Metall Reutlingen-Tübingen

IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen



Bosch verkürzt Arbeitszeiten

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16.12.2008 Weltgrösster Autozulieferer Bosch verkürzt Arbeitszeiten Lohneinbussen von bis zu 15 Prozent für die Belegschaft

(sda/rtd) Der weltgrösste Autozulieferer Bosch verschärft seine Reaktion auf die Absatzkrise und mutet dabei weiteren Mitarbeitern Einkommensverluste zu. Nach der Verlängerung der Weihnachtspause werde Bosch nun seine Flexibilität bei Arbeitsplätzen und Lohn voll ausschöpfen.

Dies sagte Unternehmenssprecher Thomas Knoll der Nachrichtenagentur Reuters. Er wies aber Berichte zurück, wonach in der Konsequenz 2000 Stellen in Deutschland zur Disposition stünden: "Im Augenblick nutzen wir alle Instrumente, die wir haben, um einen Arbeitsplatzabbau zu vermeiden."

Entlassungen vorerst nur ausserhalb Deutschlands

Demnach senkt das Unternehmen in einigen Werken die Wochenarbeitszeit von 35 auf bis zu 30 Stunden, was für die Mitarbeiter Einbussen von bis zu 15 Prozent des Lohns bedeute. "Zudem verlängern wir befristete Verträge in aller Regel nicht", sagte Knoll. Der Anteil der vorübergehend Beschäftigten solle damit stark gesenkt werden.

Betriebsbedingte Entlassungen seien an Standorten im Ausland denkbar, wo man nicht über solche flexiblen Arbeitszeitmodelle verfüge. Knoll nannte keine Zahlen. Bosch hatte zuvor bereits 5000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.
Verlängerte Weihnachtsferien

Am Freitag gab der Konzern ausserdem bekannt, Zehntausende von Mitarbeitern über Weihnachten in verlängerte Ferien zu schicken. So sollen im Stammwerk Stuttgart die Bänder vom 22. Dezember bis zum 7. Januar still stehen. Bosch schränkt zudem seine Investitionen ein und verschiebt Baumassnahmen.

Weltweit beschäftigt Bosch 268 000 Menschen, davon 66 000 in Deutschland. Die Bosch-Gruppe ist auch in der Schweiz präsent, wo sie an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Branchen nach Angaben der Bosch-Website 2700 Menschen beschäftigt.

Die Bosch-Gruppe macht unter anderem mit zahlreichen US- Herstellern Geschäfte. Die krisengeschüttelten Autobauer General Motors, Ford und Chrysler sind Grosskunden. Der Konzern liefert eine ganze Palette von Produkten für die Autoindustrie - von Bremsen über Einspritzpumpen bis zu Generatoren. Rund 70 Prozent des Umsatzes macht der Konzern nach eigenen Angaben mit Kraftfahrzeugtechnik. (SDA-ATS/dk)

Artikel aus der NZZ vom 14.14.08

Letzte Änderung: 16.12.2008


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